Straßenschild Sieverts Kamp

Die Mehrheit von CDU und FDP hat sich durchgesetzt. Östlich vom Sieverts Kamp sollen vornehmlich Einzelhäuser gebaut werden. Die entsprechende Aufstellung des Bebauungsplans wurde in der Ratssitzung am Dienstagabend beschlossen. Die Mitglieder der SPD, Grünen und UWG stimmten dagegen.

Die Ausrichtung ist klar: Die Christdemokraten und Liberalen möchten Bauland für Besserverdiener schaffen, die übrigen Ratsmitglieder hätten sich eine Kombination aus Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern gewünscht, sodass sich auch Menschen mit schmalerem Budget dort hätten ansiedeln können.

Klaus Kormann von den Grünen fragte in der Sitzung, warum das Gebiet nicht mit NRW.Urban erschlossen werden würde, wenn die Kooperation mit der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft doch beschlossene Sache ist. Zum Hintergrund: In Baugebieten, die mit Hilfe von NRW.Urban erschlossen werden, muss neben anderen Auflagen wie etwa Nahverkehrsanbindung auch ein Prozentsatz von sozialem Wohnungsbau erfüllt werden.

Zu früh für NRW.Urban

Bürgermeisterin Sonja Schemmann erwiderte auf Kormanns Anfrage, dass die Verträge mit der Gesellschaft noch nicht unterschrieben seien und somit aus Zeitgründen gar nicht die Möglichkeit bestanden hätte, das Gebiet zum jetzigen Zeitpunkt mit der Landesgesellschaft zu erschließen. Dies bestätigte einen Tag später Ludger Kloidt, Geschäftsführer der NRW.Urban, auf WN-Anfrage.

Zu Beginn der Diskussion stellte Bauamtsleiter Marcus Klaus erneut die geplanten Maßnahmen zur Entwässerung des Gebiets vor. Zuvor hatte es Befürchtungen gegeben, dass durch die zusätzliche Versiegelung der Lange­meersbach schneller über die Ufer treten könnte.


aus den „Westfälischen Nachrichten“