Eröffneten die Ausstellung mit dem Titel „Biodiversität" im Bürgerzentrum (v.l.): Günther Pfützenreuter, Jo Pelz, Annelie Hegerfeld-Reckert, Oliver Hordt und Gottfried Gloge

Beeindruckende Naturfotos können die Besucher des Bürgerzentrums derzeit im Erdgeschoss besichtigen. Die Ausstellung hat den Titel „Biodiversität“ und wurde am Donnerstagnachmittag von Bürgermeister Oliver Hordt und Gottfried Gloge, Sprecher der Fotogruppe Nordwalde eröffnet. „Die Fotos nehmen dazu Natur als Lebensraum sowie deren Pflanzen und Tiere in den Fokus“, erläuterte Gloge.

Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und wird in den Heimatorten der fünf Fotoclubs aus Amilly, Avignon, Villanova und Pisa sowie Nordwalde gezeigt. Das Thema hatte die Gruppe aus Pisa vorgegeben. „Die sind immer sehr schnell mit den Themen“, erklärte Gloge. Das nächste Thema stehe schon fest. „Städtische Momente bei Tag und bei Nacht“ wird es heißen. Dann sind wohl einige Fahrten vom Dorf Nordwalde in die nächste Stadt notwendig.

Fotoausstellung Biodiversität

Gegründet wurde die Nordwalder Gruppe als Fotowerkstatt 2010 von Günther Pfützenreuter. Die sechs Mitglieder stellen sich zusätzlich selber Themen, die sie bearbeiten. Von der Werkstatt an der Grevener Straße sind die Fotografen im Jahr 2024 auf den Bispinghof gezogen. Dort wird ab Dezember die eigene Ausstellung „Glaube und Religion“ gezeigt.

In die internationale Gruppe waren die Nordwalder aufgenommen worden, als sie bei einem Jubiläum 2015 in Amilly ihre Arbeit zeigten und von den vier anderen Fotoclubs gefragt wurden, ob sie nicht Lust hätten, sich anzuschließen, so Gloge.

Bürgermeister Hordt erläuterte ausführlich den Begriff „Diversität“. In den vergangenen Jahren sei Diversität stark politisiert und eingeengt verwendet worden. Damit verliere der Begriff seine ursprüngliche Weite. „Der Ursprung liegt in der Naturwissenschaft, der Vielfalt der Arten und Lebensräume und die genetische Vielfalt der Arten“, betonte Hordt. Ohne die Vielfalt der Arten gebe es keine fruchtbaren Böden, ohne Insekten keine Bestäubung der Nutzpflanzen, ohne funktionierende Ökosysteme keine stabilen Nahrungsketten, keine sauberen Gewässer und letztlich keine sicheren Lebensgrundlagen für Menschen, so Hordt. „Daher ist der globale Rückgang der Biodiversität alarmierend“, unterstrich Hordt.

Eine Kommune könne einen wichtigen Beitrag leisten durch naturnahe Grünflächen, den Erhalt von Lebensräumen, eine verantwortungsvolle Flächennutzung und Umweltbildung. Für die Fotogruppen hatte er reichlich Lob. „Als leidenschaftlicher Fotograf weiß ich, wie viel Geduld, Aufmerksamkeit und Demut gegenüber der Natur es braucht“, betonte Hordt. Die Besucher können sich die Insektenvielfalt anschauen, eine Möwe mit Vorliebe für „Oktopus Sushi Art“, Weißkopfseeadler und auch eine ausgeräumte Kulturlandschaft als kritischer Beitrag.


…aus den „Westfälischen Nachrichten“